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27.03.2017

Konversionsflächen und Klimaschutz

Stadtblattartikel von Dr. Monika Gonser vom 27.03.2017

Wie geht eigentlich CO2-Neutralität im Stadtquartier? Diese Fragen haben wir uns von Bündnis 90/Die Grünen vergangene Woche im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung gefragt. Anlass sind die etwa 180 ha umfassenden Konversionsflächen der Stadt, die jetzt sukzessive einer zivilen Nutzung – sei es als Wohngebiete oder gewerblich – zugeführt werden. Hier jetzt nicht auch die energetischen Weichen zu stellen, wäre nachlässig und würde die Nachhaltigkeit Heidelberger Energiepolitik weit zurückfallen lassen.

Zudem werden diese Woche erste Vorschläge des IBA Ideenwettbewerbs zu PHV vorgestellt, der die Entwicklung zukunftsfähiger Stadtkonzepte für PHV zum Thema hatte. Internationale Architektur- und Stadtplanungsbüros haben sich hier beteiligt. Auch die Heidelberger Schlossgespräche wollen sich der Frage der grünen Stadtplanung widmen. Ein großer Handlungsraum sowie engagierte und kompetente Akteur*innen sind vorhanden – es kann also losgehen und CO2-Neutralität ist genau die richtige Frage.

Mit versierten Referenten vom Institut für Energie und Umwelt, von der Heidelberger IBA und der Stadt Dinslaken haben wir uns in die Diskussion gestürzt. Spannend und neu wurde es in den Details der Umsetzung: Klimaschutz ist dann besonders effektiv, wenn er partizipativ entwickelt wird, also unter Beteiligung der Bürger*innen. Denn Einstellungs- und Verhaltensänderungen sind wesentlich und wenn möglichst viele die gleiche Zielvorstellung haben, geht es am besten. Verkehr wird die härteste Nuss sein, die es auf den Konversionsflächen zu knacken gilt.

In anderen Bereichen ist die Stadt entweder schon relativ weit oder weiß – wie bei der Gebäudedämmung - welche Lösungen sich anbieten, auch wenn diese noch nicht ausdiskutiert sind. Beim Verkehr jedoch bedarf es stadtteilspezifischer, nutzerorientierter Lösungen, die verschiedene Verkehrsmittel miteinander verbinden, Sharing-Modelle befördern und motorisierten Individualverkehr, wo immer es geht, unnötig machen. Sharing-Modelle spielen als zweiter wichtiger Themenstrang auch über den Verkehr hinaus eine große Rolle: Es braucht nicht jede*r ein Auto, aber auch nicht einen Rasenmäher, eine Kreissäge, einen Kopierer – hier kann an zentral zugänglichen Stellen geteilt werden. Wir wünschen uns hier für die weitere Diskussion – nicht nur zu PHV – viel Denk- und Erprobungsmut und freuen uns über alle, die dazu mit uns im Gespräch bleiben wollen.

Veranstaltungshinweis: Linienkonzept ÖPNV– da kommt noch was: Mi., 29.03., 20.15 Uhr, Bürgerzentrum Neuenheim, Lutherstraße 18


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