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22.03.2017

ÖPNV-Check: Antworten und Ergebnisse!

RNV antworten auf Fragen der Teilnehmer*innen

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion hatte im November 2016 zum Nahverkehrs-Check eingeladen. Auf einer gemeinsamen Bus- und Bahnfahrt mit den Stadträten Christoph Rothfuß, Peter Holschuh und Jürgen Hoffmann von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH nahmen rund 20 Teilnehmer*innen das ÖPNV-Angebot in Heidelberg unter die Lupe.

Mit dabei waren junge und alte Heidelberger*innen, mit Rollator oder Rollstuhl, Bezirksbeirät*innen, Kinderbeauftragte und Mitglieder des Fahrgastbeirats.

Unterwegs wurde viele Fragen gestellt. Der Praxistest hat viele wichtige Erkenntnisse gebracht. Wir haben alle Wünsche, Anmerkungen und Fragen der Teilnehmer*innen gesammelt und an die RNV weitergeleitet. Hier finden Sie die Antworten:

1) Verstärkter Einsatz von Klapp-Rampen statt elektrischer Rampen, da diese weniger störanfällig, für jeden bedienbar und kostengünstiger sind.

Der Einsatz von Klapprampen wird von der rnv grundsätzlich bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen vorgesehen, da diese sich bezüglich Bedienung, Wartung und Instandhaltung in der Praxis bewährt haben. Elektrische Rampen sind bei aktuellen Fahrzeugbestellungen nicht mehr vorgesehen.

2) Klapp-Rampen sollten auch in Straßenbahnen durch Fahrgäste selbstständig ausklappbar sein.

Für das Ausklappen der Rampen in den Fahrzeugen ist das Fahrpersonal zuständig. In Einzelfällen können diese allerdings auch durch Begleitpersonen ausgeklappt werden. Wir begrüßen die Initiative von Fahrgästen, möchten diese Aufgabe aber nicht auf die Fahrgäste verlagern.

3) Mehr Durchsagen der Fahrer (z.B. beim Anfahren, Vorfahren an Haltestellen, bei kaputter Rampe).

Es gibt derzeit per Menüauswahl abrufbare automatische Ansagen zu verschiedenen Sachverhalten. Der Fahrer hat auch jederzeit die Möglichkeit, mündliche Ansagen vorzunehmen. Wir werden intern weitergeben, dass Sie vermehrte Durchsagen der Fahrer begrüßen würden.

4) Haltestellen sind oft zu niedrig und schmal, nicht barrierefrei (z.B. Berliner Straße, Bergheimer Straße).

Der Ausbau der Haltestellen auf Barrierefreiheit ist ein Ziel, das sich durch die Forderung aus dem Personenbeförderungsgesetz (vollständige Barrierefreiheit bis 2022) Die Haltestellen in der Bergheimer Straße wurden auf eine Höhe von 18 cm ausgebaut, ein weiterer Ausbau ist hier aktuell nicht vorgesehen. Die Haltestellen in der Berliner Straße werden voraussichtlich in den 20er Jahren barrierefrei ausgebaut werden können.

5) Fahrscheinautomaten sind nicht wettergeschützt.

Zum Teil werden Automaten in den Fahrgastunterständen untergebracht. Dieses geht aber zu Lasten der geschützten Wartefläche und kann auch kritisch gesehen werden.

6) Busfahrer oft zu eilig unterwegs (Schunkelparty), ruckartiges Anfahren und abruptes Abbremsen > Fahrplan entzerren = weniger Zeitdruck?

Grundsätzlich gilt, dass alle Fahrer so zu fahren haben, dass Fahrgäste nicht zu Schaden kommen. Wenn es einmal dazu kommt, dass ein Fahrer etwas sportlicher unterwegs ist, dann liegt dies eher daran, dass er evtl. einen "schlechten" Tag erwischt hat, als dass die Fahrpläne zu straff sind. Sollte in Einzelfällen ein Fahrer einmal unzumutbar ruckig unterwegs sein, dann sind wir über eine Meldung mit Linie, Uhrzeit und Fahrzeugnummer dankbar.

7) Bessere Taktung am Wochenende und in den Abendstunden.

Im aktuellen NVP ist noch der 30-Min-Takt verankert. Ihre Anregung nach einer Verdichtung des Taktes ist auch ein Anliegen der rnv, was wir im Rahmen der Erstellung des NVP einbringen werden und was dann im politischen Raum zu diskutieren ist.

8) Haltestelle Zoo in Richtung Bunsengymnasium: Keine Wartefläche für Fahrgäste, Haltestelle umgeben von parkenden Autos. Unübersichtliche Situation – gerade für Kinder.

Wir bereiten augenblicklich ein Schreiben an das Amt für Verkehrsmanagement vor. Die Beschwerdesituation hierzu ist bereits in Auswertung.

9) Übersichtsplan für die Haltestellen am Bismarckplatz.

Einen solchen Plan gibt es. Dieser ist als Aushang und online auf www.rnv-online.de veröffentlicht.

10) Mobilitätseingeschränkten Personen und Rollstuhlfahrern/ Rollatoren/Kinderwagen beim Einsteigen und Platz nehmen mehr Zeit lassen > Fahrer sensibilisieren, mehr Hilfsbereitschaft vonseiten der Fahrer

Das Thema "Richtiges Verhalten gegenüber Menschen mit Behinderungen" wird im Rahmen unserer Fahrpersonalschulungen berücksichtigt. Hier setzt die rnv auch in Zukunft auf eine stärkere Sensibilisierung des Fahrpersonals. Dies ist ein Dauerthema und wird uns vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auch in Zukunft beschäftigen.

11) Anschlüsse in der Nebenzeit sichern.

Das Thema Anschlusssicherung wird bei uns in Zukunft viel stärker in den Fokus rücken. Wir kennen die Defizite. Augenblicklich gibt es jedoch sehr viele betriebliche Zwangspunkte, die einer wirksamen Anschlusssicherung oft im Wege stehen. Wir sind dran.

12) Bessere Ampelschaltung für Busse und Bahnen.

Daran wird ständig gearbeitet.

13) Mehr Kapazitäten auf der Monsterlinie 33.

Die Linie 33 ist komplex. Gelenkbusse können in Richtung Köpfel und in der hinteren Altstadt nicht eingesetzt werden. Eine Verdichtung auf dem Mittelabschnitt Hbf – S-Bf. Altstadt haben wir seit Dezember 2016 zumindest sonntags umgesetzt. Die Situation auf der 33 ist auch ein Anliegen der rnv. Wir werden dies im Rahmen der Erstellung des NVP so einbringen, dass im Rahmen der geplanten Liniennetzanpassung im Dezember 2018 die heutige Linie 33 in einer geeigneten weise aufgeteilt und anders verknüpft wird. Dann wird es möglich sein, die heute von der Linie 33 bedienten Stadtteile nachfragegerecht zu bedienen.

14) Attraktive ÖPNV-Anbindung nach Mark Twain Village.

Hier laufen aktuell Gespräche mit der Verkehrsverwaltung. In welcher Form kurz-, mittel- und langfristig eine solche Erschließung erfolgen kann, dazu gibt es Ideen, aber bisher keine Festlegungen. Auch Teil des NVP.

15) Zu welchen Uhrzeiten dürfen Radfahrer mitfahren? Welche Förderbedingungen gelten?

Montags bis freitags vor 6:00 Uhr und nach 9:00 Uhr, samstags , sonn- und feiertags ganztägig können Fahrräder in Fahrzeugen der rnv mitgenommen werden. Es gelten die Beförderungsbedingungen des VRN, siehe unter www.vrn.de

16) Bessere Anbindung der Bergstadtteile Boxberg und Emmertsgrund.

Die Bedienung der Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund mit den Linien 27, 29, 33 und 39 wird im Rahmen der Liniennetzanpassung Dezember 2018 grundlegend überarbeitet. In den folgenden Monaten wird die Möglichkeit bestehen, hierzu in den Gremien zu diskutieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Beteiligungsverfahren zum NVP Ideen einzubringen.

17) Keine bzw. schlechte Sicht durch Werbung an den Haltestellen.

Die offizielle Werbung an Haltestellen ist in Werbeträgern an Wartehallen untergebracht. Diese sind in der Regel so ausgerichtet, dass die Sichtbeziehung Fahrer, Fahrgast gegeben ist. Wilde Werbung wird regelmäßig entfernt.

18) Mehr digitale Anzeigen an allen Haltestellen.

Weitere Anzeigen folgen 2017 an der Linie 5 sowie im Zuge von Maßnahmen des Mobilitätsnetzes (Bahnstadt, Pfaffengrund).

19) Hbf: Hinweisschild an der Haltestelle "Richtung City/Altstadt" anbringen

Wird angestrebt

20) Länger Haltestellensteige für wartende Busse am Bismarckplatz (z.B. Linie 34 in Richtung Wieblingen, Linie 33 Richtung in Emmertsgrund)

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist dies leider nicht vor Umgestaltung des Bismarckplatzes und/oder Herausnahme von Buslinien durchführbar. Eine Stärkung der Haltestelle Seegarten als Umsteigehaltestelle wird derzeit geprüft.

Hier finden Sie unseren Bericht und Impressionen vom ÖPNV-Check!

Hier geht's zum Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. November 2016!

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs in Heidelberg noch besser wird.


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